Unser Kind hat Down-Syndrom, was können wir tun?

Wenn ein Kind mit Down-Syndrom in eine Familie geboren wird, 

stellen sich den Eltern nebst der neuen Herausforderung viele

neue Fragen.

 

Was sollte in den ersten Lebenswochen, -monaten und -jahren beachtet werden?

 

1)  Frühförderung beantragen

 

Ab Geburt. Beantragt wird die FF entweder direkt bei einer

Frühförderstelle ortsnah, oder mithilfe einer Organisation wie

z.B. der Lebenshilfe oder Diakonie. Frühförderung/Physiotherapie kann

auch über Rezept (gibt's beim Kinderarzt) direkt in einer

Praxis erfolgen. Der Vorteil liegt darin, dass du dir die Therapeuten

selbst aussuchen kannst --> beachte: Therapeuten, die mit

Kindern mit DS oder anderer Entwicklungsverzögerung Erfahrung

haben.

 

 

 

2) Versicherungen

 

Vor der Geburt: Erkundigungen einholen

 

In den ersten acht Wochen nach der Geburt:  ​Evtl.  Versicherungen

abschliessen (!), danach wird es erheblich schwieriger!

Bsp.: Unfallversicherung, Zusatzversicherungen wie Zähne und Brille

(auch später problemlos abzuschließen), aber vor allem die private Krankenzusatzversicherung.

 

Info: Eine private Krankenzusatzversicherung ist sinnvoll, ein Abschluss ist allerdings nur in den ersten 8 Wochen nach Geburt des Kindes ohne Gesundheitsprüfung möglich, (sofern die Eltern bereits eine solche Versicherung haben), da die Versicherer nicht ablehnen dürfen (Kontrahierungszwang). Danach ist der Zug quasi abgefahren.

 

Bei privater Krankenversicherung: Leistungen und Umfang beim Versicherungsnehmer vor der Geburt prüfen und ggf. noch ergänzen, damit das Kind die gleichen Leistungen in Anspruch nehmen kann (späteres Aufstocken der Leistungen i.d.R. bei behinderten Kindern nicht möglich)

 

Ebenfalls interessant für alle, deren Kind noch KEINE Pflegestufe (ab 2017 Pflegegrad) hat:

Pflegegeldzusatzversicherung

 

 

 

3) Vorsorgeuntersuchungen

 

Ab Geburt: Gemäß normalem Vorsorgeuntersuchungsheft, sowie:

 

Jährlich:

HNO-Arzt

Augenarzt

Orthopäde

 

Schilddrüsenhormone

Zöliakie

 

Einmal jährlich großes Blutbild

 

Ab dem 2. Lebensjahr, 2-3 x jährl.:

Zahnarzt

 

Ab dem 6. Lebensjahr, jährlich:

Kieferorthopäde

 

 

 

4) ANTRÄGE

 

- Schwerbehindertenausweis (wird beim Versorgungsamt beantragt)

- Pflegegeld (Pflegefibel der reha kids ist hier sehr hilfreich)

 

 

5) BEHINDERTENTESTAMENT

 

Wenn ein behinderter Mensch erbt, könnte es Probleme mit dem Staat geben; fließen Sozialleistungen, muss das Erbe zunächst aufgebraucht werden. Dies

kann man durch ein 'Behindertentestament' (nicht zu verwechseln mit dem 'Berliner Testament'!) umgehen.

Ein Fachanwalt, der auf Behindertentestament spezialisiert ist, oder ein Notar, können hier helfen und fundiert beraten.

 

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