Förderung bei Kindern mit Down-Syndrom

 

Fördeung war (und ist) für mich immer ein wichtiger Punkt, insbesondere die Sprachförderung.

Auf dieser Seite zeige ich einige Möglichkeiten auf:

 

Therapien:

 

Frühförderung ab Geburt, möglich bis zum Schuleintritt (Bayern), in vielen Bundesländern bis zum Kindergarteneintritt: 

Heilpädagogik, Physiotherapie (Vojta/Bobath), später Ergotherapie und Logopädie

- Logopädie nach Castillo Morales

 

Wer keine Frühförderung in Anspruch nehmen möchte oder nach einem möglichen Wechsel:

Physiotherpie, Ergotherapie und Logopädie direkt in einer Praxis auf Rezept (gibts vom Kinderarzt und wird über die Krankenkasse abgerechnet)

- Die Therapeuten sollten sich mit Kindern mit Down-Syndrom und deren Besonderheiten auskennen und mit den Eltern eng zusammen arbeiten, insbesondere in der Logopädie.

 

Sprachförderung bei Kindern mit Down-Syndrom:

 

Ich persönlich lege bei meinem Kind von Anfang an großen Wert auf die Sprache und auf die häusliche Sprachförderung.

Da die visuelle Wahrnehmung bei Kindern mit Down-Syndrom gut entwickelt ist, setzt man hier an.

 

Möglichkeiten:

GuK (Gebärdenunterstützte Kommunikation) ab ca. 1 Jahr.

Infos und das Material hierzu gibts beim Deutschen Down-Syndorm InfoCenter in Lauf.

 

Frühes Lesen

- Ganzwort-Methode nach Macquarie, Beginn ab ca. 2-3 Jahre. Infos und Material gibts ebenfalls beim InfoCenter.

- Kieler Lautgebärden (Laut-Buchstaben-Beziehung) ab ca. 2-3 Jahre.

- Entwicklungsorientierte Lesedidaktik nach Dr. Christel Mahnske ab ca. 4-5 Jahre.

 

Auditive Hörverarbeitung ab ca. 3 -4 Jahre.

 

Nebst o.g. Methoden ist das Vorlesen eine prima Sprachförderung. Ich habe immer darauf geachtet, die Geschichten und Sätze kurz zu halten und mit einzelnen Gebärden zu untersützten, so dass Mia das Vorgelesene auch verstehen konnte.

Heute erzählen wir Geschichten gerne zusammen.

 

Eine weitere effektive Sprachförderung ist das gemeinsame Singen. Ich habe Mia von Geburt an viel vorgesungen. Mein Gesang ist zwar grottenschlecht, was Mia allerdings nie störte ;-)

Nach Einführung der Gebärden habe ich Lieder damit unterstützt, was Mia immer gut gefallen hat. Ich mache das auch noch heute ab und zu so, vor allem bei neuen Texten.

 

Fingerspiele sind ebenfalls eine tolle Sprachförderung.

 

Sprachförderung bei einem Kind mit Down-Syndrom bedeutet Arbeit, Lernen, Disziplin, manchmal auch Frust. Denn klar, es gibt viele Dinge, die mehr Spaß machen als Lernen. Und dennoch ist es wichtig, zusammen mit dem Kind die geeignete Methode und einen kontinuierlichen Weg zu finden, die Sprachförderung lebendig und freudig zu gestalten.  

 

Es gehört eine Portion Geduld dazu, dran zu bleiben. Wichtig ist es zu wissen, dass es mitunter lange dauern kann, bis sich die ersten kleinen Erfolge einstellen. Die Früchte aller Arbeit werden oftmals erst nach Jahren geerntet.

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(c) Kerstin Ellner

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