Mia lädt ein in ihre kleine Welt

Hallo Ihr Lieben, also, dieser Menüpunkt 'gehört' nur mir ganz alleine. Ich fang einfach mal ganz von vorne an. Mama sagt, ich bin ein Kind wie jedes andere Kind auch. Mit ein paar Besonderheiten:

 

Diagnose:

Freie Trisomie 21 (Down-Syndrom, in allen Zellen)

Vorhoflücke (Auffälligkeit am Herzen), ca 3-5 mm. Man weiß zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht, ob nicht ein Eingriff per Katheder in ein paar Jahren erforderlich sein wird

Die Lücke hat sich im Laufe von 2 Jahren von selbst verschlossen und ist, seit ich 2 1/4 Jahre alt bin, komplett verschlossen

Verengte Tränenkanäle (ein kleiner operativer Eingriff folgt im Alter von 2 3/4)



Meine Mama hat Euch ja schon erzählt, dass ich bei meiner Geburt im Januar 2009 ein kleines Extra im Gepäck hatte; ich wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Mama wußte von meiner Besonderheit bis zur Geburt nichts. Auf eine Fruchtwasseruntersuchung hatte Mama verzichtet, trotz Risikoschwangerschaft (Mama war bereits Ende 30). Mama wurde mit mir unerwartet schwanger, welch eine Freude, und Mama sagt, sie wollte mich in jedem Fall haben. Naja, und dann war natürlich eine Fruchtwasseruntersuchung überflüssig. Mama hatte eine schöne Schwangerschaft mir.

 

Die Geburt verlief ohne Komplikationen, und nach 18 Stunden war ich endlich da.

Für meine Mama stand erst mal die Welt still, als sie ein paar Minuten später von meiner Besonderheit erfuhr; Sie sagt, dass der Arzt ihr die Diagnose sehr schnell und ohne jeglichen Trost mitgeteilt hatte und man sie danach alleine ließ. Mama ließ mich sodann in ein anderes Krankenhaus verlegen, dahin, wo man uns mit offenen Armen aufnahm, uns wie normale Menschen behandelte und Mama Trost und Halt in den damals schwersten Stunden ihres Lebens erfuhr.

 

Mama weinte sehr lange um mich, aber nicht wegen mir selbst, nein, Mama liebt mich vom ersten Tag an, sondern weil sie sich Sorgen um mich machte und dann war da ja auch diese Ungewissheit; Wie würde es nun weitergehen?? Mama dachte z. B., dass ich nie Freude am Leben haben werde. Dieser Gedanke brach ihr das Herz. Und wie würde nun das Familienleben mit mir aussehen?? und, und, und ....

 

Die amerikanische Autorin Emily Perl Kingsley beschreibt es in ihrer 'Reise nach Hollend' so:

Wenn Sie ein Baby erwarten, dann ist das ähnlich, wie wenn Sie eine Traumreise nach Italien planen. Sie kaufen eine Anzahl Reiseführer und machen wundervolle Pläne. Es ist alles sehr aufregend. Nach Monaten eifriger Erwartung ist der Tag schließlich da. Sie packen Ihren Koffer, und es geht los. Einige Stunden später landet das Flugzeug. Die Stewrdess kommt herein und sagt: "Willkommen in Holland."

Die ganze Geschichte könnt Ihr im Menüpunkt 'Gedichte' lesen.

 

Nach und nach merkte Mama, dass es gar nicht sooo schlimm ist mit meinem kleinen Extra zu leben, die Freude, die wir täglich miteinander haben, tröstete schnell über den ersten Schock hinweg und trocknete nach und nach Mamas Tränen. Heute, 4 Jahre später, ist es für uns ganz normal und auch nicht schlimm, dass ich für alles länger brauche und mein Weg ein anderer sein wird.

 

 

Ganz liebe Grüße

Eure Mia

 

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